Frühjahrscup Müggelsee (YCBG)

Frühjahrscup Müggelsee Yachtclub Berlin Grünau (YCBG)

Die erste Regatta der Saison liegt hinter uns und wir können auf ein schönes und sonniges Segelwochenende mit phantastischen Segelbedingungen zurückblicken.

Die Vorfreude war bereits im März zu spüren als wir nach wie immer zu langem Winter unsere Luise in ihrer Halle besucht hatten. Da sich bereits abzeichnete, dass aufgrund der langen Kälteperiode kein Training möglich sein würde, sollte doch wenigstens sie gut vorbereitet in die Saison starten. Also machten wir uns nach einem allgemeinen Check ans Polieren und Wachsen des Unterwasserschiffs, da man ja nie weiß, mit wie viel Wind man im Endeffekt gesegnet wird.

Der Wetterbericht versprach von Tag zu Tag steigende Temperaturen bei bestem Wind, was sich auch in der Meldeliste wiederspiegelte. Von zunächst 12 Meldungen eine Woche zuvor waren wir zum Start mit 20 Piraten am Start. Darüber hinaus starteten Ixylon, Finn, 420er und OK.

Als Unterkunft entschieden wir uns wegen der nächtlichen Temperaturen für das Hotel direkt auf dem Nachbargelände des Vereins. Ein echter Glücksgriff, wie sich herausstellte. Super Preis-Leistungsverhältnis, kurze Wege und ein Frühstück, dass keinen Vergleich scheuen muss. Letzterem war auch geschuldet, dass der Bootsaufbau ein wenig später als geplant stattfand und wir als letzte auf´s Wasser gingen – taktisch bei der ersten Regatta der Saison und ohne Training fatal, aber bereut haben wir es auch nicht. Nur mussten wir beim Raussegeln feststellen, dass wir es versäumt hatten, die Segelanweisung zu lesen und mussten uns vor dem ersten Start noch bei anderen Crews über den Kurs der Wettfahrt erkundigen. Jedoch stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen waren, die die erste Wettfahrt des Jahres entspannt angingen. Am Ende gab es nur einen Kurs und alles war easy.

Sonne und 4 Bft. Erster Start nicht brilliant, aber ok. Erste Kreuz hieß für Christina auch das erste Mal ordentlich in den Ausreitgurten zu hängen und dabei einiges an Wasser abzubekommen. Als wir im gesunden Mittelfeld die Luvtonne erreichten das erste Spimanöver: Wie war noch diese Alustange im Boot anzubringen…? 😉 Nicht nur, dass viel von der Vorjahresroutine noch unterm Weihnachtsbaum lag, galt es auch, jetzt das erste Mal bei Wind und auf spitzem Raumkurs den Spi zu setzen. Doch die Verluste hielten sich in Grenzen. Also wieder ranarbeiten. Beim zweiten Raumkurs ging es bereits deutlich flüssiger. Gut dass wenigstens Luise vorbereitet war… Zu kämpfen hatten wir auch mit den Winddrehern, die durch das Zusammenspiel der niedrigen Wassertemperatur und den sich schnell aufheizenden sandigen Boden des umliegenden Waldbodens entstanden. So nahmen wir den einen oder anderen Abbacker mit, standen mit dem Problem aber nicht alleine. Die Ergebnisse waren erwartungsgemäß im hinteren Mittelfeld. Nichts desto trotz hatten wir mit den Windverhältnissen ein riesiges Glück und unglaublich viel Spaß bei guter Geschwindigkeit, dem Hintern weit aus dem Boot und ordentlich Druck im Spi während Thorsten dafür sorgte, dass unsere Protestrufe nicht ungehört blieben.

 

Interessant war, dass aufgrund der Böen mit 5 Bft und Wassertemperatur von nur 6°C Verstöße gegen die Schwimmwestenpflicht von der Jury tatsächlich geahndet und mit einer Wertungsstrafe von 20% bestraft wurden.

Das Segelrevier und die Organisation des Yachtclubs Berlin Grünau haben bei uns einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen und wir kommen gerne wieder. Nun sehen wir dem Piratenpreis in Steinhude entgegen, zu dem wir nun schon etwas geübter und eingespielter antreten werden.

 

Luise Ger-4334

Christina und Thorsten.

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