Herbstregatta 2019

Bad Zwischenahn 07.09.-08.09.19

Am Wochenende war es wieder so weit. Nachdem Thorsten und ich in Niendorf auf den Geschmack gekommen waren, sind wir das Wochenende vom 07.-08.09. nach Bad Zwischenahn zur „Herbstregatta“ gefahren.

Freitagabend dort angekommen bauten wir im strömenden Regen innerhalb einer neuen persönlichen Bestzeit das Boot auf. Am Samstag bei der Steuermannsbesprechung wurde schnell klar, dass der See recht voll werden würde. Neben 14 505ern waren 13 H-Jollen und 14 Javelin gemeldet. Mit großem Interesse konnten wir im Vorfeld die unterschiedlichen Klassen begutachten. Insbesondere die H-Jollen – ob Mahagoni formverleimt oder aus Carbon mit Mahagonideck – mit einem unfassbaren Platz im Cockpit faszinierten uns.

Der Wind nahm aber im Laufe des Nachmittags immer weiter ab und so wurde die Flagge AP zur Startverschiebung diverse Male genutzt. Im zweiten Rennen näherte sich eine graue Regenwolke und zog direkt über den See. Zu unserem Glück brachte sie nicht nur Regen, sondern auch starken Wind mit. Dieser schlug unmittelbar an der letzten Leetonne mit einigen Böen ein. An ein Umtrimmen war in der Kürze der Zeit nicht zu denken. Dennoch ermöglichte es uns auf der Ziel-Kreuz noch zwei Boote zu überholen, die noch mehr Schwierigkeiten hatten, sich umzustellen. Ein Vorschoter ging dabei sogar über Bord. Ich war leider etwas zu dünn angezogen und fing aufgrund des kalten Regens schnell an zu frieren.

Als die Wolke durchgezogen war, war es mit dem Wind leider auch wieder schnell vorbei und wir hingen wieder in der Flaute. So gab es auch nach langem Warten keine Möglichkeit mehr, noch ein drittes Rennen zu starten. Die Letzten Boote wurden in den Hafen geschleppt.

Abends bei reichhaltigem und leckerem Buffet im Clubheim wurde haben wir wie so oft mit den neu gewonnenen Freunden über Taktik und Trimm beratschlagt. Insbesondere taktisch hatten wir noch Luft nach oben.

Am Sonntag war noch weniger Wind gemeldet und so konnte man bei Windfinder ein seltenes „0 kn“ ablesen.

Mit der Sorge, ob bei solchen Bedingungen überhaupt eine Wettfahrt zu Stande kommen würde, fuhren wir morgens wieder zum See. Auf den Vereinsgelände angekommen, wehten die Fahnen jedoch aufmunternd und so startete gegen 11 Uhr das erste Rennen.
Unsere Übung bei den Rollwenden und -halsen und der neuen Taktik zeigte sich auch direkt an unseren Ergebnissen. Bei beiden Wettfahrten starteten wir gut und fanden uns mitten im Feld wieder. Auch die bleibende Winddrehung hatten wir einigermaßen gut für uns nutzen können. Leider führte sie dazu, dass keine richtige Kreuz mehr gesegelt wurde.

Auf der Fahrt zum Ziel entbrannte jedes Mal ein erbitterter Kampf, die wir mit etwas Glück beide Male für uns entscheiden konnten. Für etwas lauten Unmut sorgte die Pinkeleinlage des siegreichen Bootes direkt auf der Ziellinie, die damit kurzfristig den Weg versperrten.

Unsere Plätze (11., 9., 7. und 5.) zeigen gut unsere Verbesserung und insgesamt landeten wir auf dem 9. Platz von 13 teilgenommenen 505ern. Einen Platz vor Christina, die in Niendorf noch vor uns war.

Nach der Siegerehrung saßen wir noch gemütlich mit Mitseglern zusammen. Interessiert bestaunten wir das Tracking seiner GPS-Uhr.

Hier der Link zu den Ergebnissen.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Regatta.

Thorsten und Julia

GER 9000

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