Letzte Helden Regatta 2016

Die letzten Helden 2016

12 – 13. Novemberpic57fe56bc576a0

 

Eine Wettervorhersage mit Minusgraden, Schneefall und dazu vereiste Schoten – all das konnte uns Segler der TU Braunschweig am letzten Wochenende nicht davon abschrecken auch dieses Jahr wieder zur letzten Helden Regatta nach Hamburg zu fahren! Mit 3 Piraten, Thorsten Pöschs 505er und reichlich Mützen, Socken und Pullis im Gepäck, machten sich 4 Teams am Freitagabend auf zum Blankeneser Segelclub am Mühlenberger Loch auf der Elbe. Während es die Meisten in ein kuscheliges Hotel in der Nähe zog, übernachtete der mutige Rest im Bulli auf dem Vereinsgelände direkt am Ufer. Mit dicken Schlafsäcken und einem Heizlüfter ausgestattet war jedoch auch dies kein Problem und für den tollen Ausblick auf die Elbe, wo ab und zu ein imposantes Containerschiff vorbeizog, auf jeden Fall wert.

Mit einem Bulli und zwei weiteren Autos, von denen uns eins freundlicherweise von VW Sportkommunikation zur Verfügung gestellt wurde, ging es auf die dreistündige Fahrt in den Norden. Als wir schließlich angekommen waren und uns zurechtgefunden hatten, war eine kleine Erkundungstour der Umgebung des Hamburger Stadtteils Blankenese dran. In einer gemütlichen Kneipenrunde tauschte sich die Gruppe nochmal über verschiedene Regattataktiken, die Tidenzeiten und Manövertechniken aus und machte sich schonmal warme Gedanken für den kommenden Tag.

fullsizerenderDas war auch nötig – denn beim Aufbauen der Boote am nächsten Morgen mussten wir zuerst eine dicke Eisschicht und Schneereste von der Persenning entfernen. Als sich dann aber wenig später sogar mal die Sonne blicken ließ und der erste Wind zu spüren war, waren alle motiviert und freuten sich auch bei frostigen Temperaturen auf die Wettfahrten auf dem spannenden Revier!

Neben den Dingen wie Winddrehern musste man hier auch noch auf Berufsschiffe, welche ab und zu die Regattabahn kreuzten, und auf die unterschiedliche Strömung achten, welche durch die Tide der Nordsee zustande kommt. Mit den lediglich 2 Windstärken war dies nicht immer so einfach, doch auch die Teams mit weniger Regattaerfahrung meisterten dies super!

In viele dicke Schichten eingepackt und mit Tidenkarten ausgestattet ging es gegen 10:30 Uhr also aufs Wasser. Nachdem an der Slipanlage dank vieler Helfer fast alle trockenen Fußes in ihr Boot gekommen waren, ging es unter Absicherung der Begleitboote quer durch das Fahrwasser zur Regattabahn. Von 100 gemeldeten Schiffen traten insgesamt 77 an, welche in vier Gruppen aufgeteilt und gestartet wurden. Viele verschiedene Bootsklassen waren vertreten, die am Ende in einer großen Gesamtwertung nach Yardstickzahlen gewertet wurden. Zusätzlich gab es für die einzelnen Klassen ab 5 Booten eine eigene Wertung, welche für die Piraten auch zur Rangliste zählte.fhd0134

So war auf jeden Fall ordentlich was los auf dem Wasser, bei mittlerem bis wenigem Wind konnten zwei Wettfahrten gesegelt werden. Die kalte Wartezeit zwischen den Wettfahrten wurde uns durch ein Begleitboot etwas erwärmt, welches heißen Glühwein und Kakao an alle frierenden Segler verteilte. Zum Ende des Tages ließ der Wind immer mehr nach und die Flauten-Löcher auf dem Wasser wurden immer größer, sodass aufgrund des Zeitlimits nicht mehr alle ins Ziel fahren konnten.

Trotzdem waren die ersten Ergebnisse nicht schlecht, sodass alle mit ihren Leistungen zufrieden sein konnten und es Richtung heißer Dusche wieder an Land ging. Den Abend ließen wir in lustiger Runde bei einem gemeinsamen Essen in der Hamburger Innenstadt ausklingen, um sich schon mal für den nächsten Tag zu stärken.

 

Dieser wurde dann auch sportlicher, denn es hatte zum Sonntag auf drei bis vier Windstärken aufgefrischt, sodass es körperlich etwas anstrengender aber damit natürlich auch gleich wärmer wurde. Dieses Mal konnten innerhalb von dreieinhalb Stunden noch drei Wettfahrten gesegelt werden. Nach dem letzten Start um 14:30 Uhr waren alle schließlich gerade rechtzeitig an Land, um die Boote noch im Hellen abzubauen. Zwar ist an diesem Tag nicht bei allen alles perfekt gelaufen und es gab noch einige Verbesserungsmöglichkeiten bei den Manövern, wie zum Beispiel das An-Bord-Behalten des Spibaums :D, aber trotzdem waren die Endergebnisse für alle zufriedenstellend.

In der Gesamtwertung der 77 Boote konnten sich Thorsten Pösch und Malte Fiedler auf den 27. und damit besten Platz der Segelgruppe verbessern. Die Piraten erreichten dabei den 34. , 62. und 63. Platz. In der eigenen Wertung der 28 Piraten konnte sich Malte Jauer mit Maren Nolte, trotz alter und fhd0101abgetapter Trainingsfock, auf dem 12. Platz noch Ranglistenpunkte sichern, Franziska Duda und Benedikt Probst ersegelten den 22. Platz, dicht gefolgt von Lukas Waasem und Frank Oberst auf dem 23. Platz.

Insgesamt hat sich das Wochenende seglerisch auf jeden Fall gelohnt und viele neue Erfahrungen gebracht. Beispielsweise war es für alle interessant, Mitte fhd0078November nochmal richtig zu segeln, auch wenn erst die Eisstücke aus dem Boot befördert werden mussten und der eine oder andere schon mit dem Gedanken spielte, sich den Glühwein einfach in die Schuhe zu gießen 😀

So ging wieder mal ein tolles Wochenende vorbei, auf einer Regatta die ihren Namen auf jeden Fall verdient hat!

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…Wäre vielleicht auch doch zu schade drum gewesen… 😀

 

 

 

Segelnummer: 4334 (Pirat)
Crew: Malte Jauer/Maren Nolte
Segelnummer: 4253 (Pirat)
Crew: Lukas Waasem/Frank Oberst
Segelnummer: 9000 (int5o5)
Crew: Thorsten Pösch/Malte Fiedler

Ergebnisse

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