Schwielochseepokal 2017

Es ist Ende August und somit mal wieder Zeit für den Schwielochsee! Ich war zwar dieses Jahr zu ersten Mal dabei, aber so wie die anderen immer schwärmten und mir von dieser Regatta erzählten, konnte es nur gut werden! Zu dem großen Event mit insgesamt acht teilnehmenden Bootsklassen ging es am Freitagnachmittag los. Malte Fiedler und ich wollten den See mit unserem Pirat Luise unsicher machen, Malte Jauer kam, nachdem sein Vorschoter spontan ausfiel, als Unterstützer, Motivator und zum Aushelfen bei der Regattaleitung mit. Nach etwa vier Stunden Fahrzeit kamen wir mit dem vollgepackten Mietwagen bei Segelclub Schwielochsee an, und wurden gleich von einer fröhlichen Runde empfangen. So ging es schließlich nach dem ein oder anderen Bierchen ins Zelt auf dem gemütlichen Vereinsgelände.

Der nächste Tag sollte ein langjährig andauerndes Pech durchbrechen – Endlich war Samstag mal ein bisschen Wind sodass gesegelt werden konnte! Wenn auch nur 1-2 Bft, die Wettfahrtleitung konnte starten. So ging das Windfelder-Suchen und stille Ausharren um keine Windverwirbelungen zu verursachen los, und endete für uns nach einem ärgerlichen Zieldurchlauf, bei dem wir knapp noch zwei Schiffe verloren, mit einem 14. Platz von 18 gestarteten Booten. Trotz des sehr guten Feldes im Pirat, welches aus vielen älteren, professionellen Seglern und Meistern besteht, war dies noch verbesserungswürdig. Die zweite Wettfahrt tat dabei nicht viel Gutes, nach einer schwierigen Startsituation mit einem uns hoch-luvenden Boot, Malte löste es allerdings gut, sodass wir zum Glück keinen Frühstart bekamen, schlief der Wind fast ganz ein. Erst nahmen wir einen negativen Dreher mit, sodass wir als Letztes an der Luvtonne ankamen, dann erreichte uns das große Windloch auch noch zuerst. Die Wettfahrtleitung entschied sich, trotz fröhlichen Treibens, den Lauf durchzuziehen, sodass der Erste ganz knapp im Zeitlimit das Ziel erreichte. Für Luise bedeutete das leider den 18. Platz, aber Malte und ich wirkten dem Frust mit Witzen entgegen und lachten gemeinsam mit den Seglern die um uns herum ebenfalls auf Wind warteten. Nach dem Zieldurchgang bildeten sich Schlepps hinter den Motorbooten, sodass es wenigstens einigermaßen schnell Richtung Segelclub ging. Der Abend war wie versprochen sehr gelungen, es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Auf einer großen Leinwand wurden die Bilder des Tages gezeigt, ein DJ, ein Bierwagen und allerlei Partylichter sorgten für einen tollen Ausklang des Tages.

Der Sonntag überraschte uns – mit Wind! Bei sogar bis zu 20 Knoten in Böen ging es in der Früh aufs Wasser. Leider waren wir nicht richtig fit, dies mag zum einen an der etwas geringeren Anzahl von Schlafstunden gelegen haben, zum anderen war eine Grippe im Umlauf. Als wir jedoch erstmal in den „Regatta-Modus“ geschaltet hatten, klappte ein super Start für die dritte Wettfahrt. Einige taktische Überlegungen gingen auf, auch die Manöver funktionierten, dafür dass wir zum Ersten Mal zusammen im Boot saßen, ganz gut. Leider wurde uns auf der Zielkreuz mal wieder ein Winddreher zum Verhängnis, sodass die Wettfahrt sehr knapp nur mit dem 16. Platz endete. Malte war nun wieder fit, mir ging es jedoch überhaupt nicht mehr gut, sodass wir kurzerhand entschlossen, am Jury-Boot, auf dem unser anderer Malte (aka Levin) Tonnenprotokoll führte, anzulegen. Seine Segelkleidung hatte er sicherheitshalber dabei und so gelang ein flotter Vorschoter-Wechsel. Die beiden segelten die letzten beiden Wettfahrten mit einem 13. und einem 16. Platz zuende. Ich schrieb währenddessen weiter Tonnenprotokoll und hoffte nicht ganz krank zu werden. Wieder an Land wurde auch schon wieder alles eingepackt. Bei der Siegerehrung konnten Bernd Höft und Ulrich Vater mal wieder als Sieger gekürt werden, Zweiter wurden Detlef Hegert und Matthias Hase und den dritten Platz erreichten Benjamin Schnepf und Ludger Jacobs. Luise landete in der Gesamtwertung auf Platz 17, da die Schiffe hinter uns zwischendurch bessere Plätze zu verzeichnen hatten. Trotz des eher frustrierenden Gesamtergebnisses und meiner sich anbahnenden Grippe war es aber für unser (Dreier-)Team mal wieder ein gelungenes Regattawochenende und die Sammlung der Schwielochseepokal-Tassen im ein oder anderen Küchenschrank konnte fortgesetzt werden!

Segelnummer: 4334 (Pirat)
Crew: Malte Fiedler/Maren Nolte

Ergebnisse

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