Schwielochseepokal 2016

 

Wind am Samstag? Fehlanzeige.
Wind am Samstag? Fehlanzeige.

Zum 47. Mal lud vom 27.-28. August 2016 der Segelclub Schwielochsee zur alljährlichen Pokalregatta. Auch die Segelgruppe der TU meldete für diese Großveranstaltung ein Team: Malte Fiedler/Friedemann Laue im Pirat. Ebenfalls aus der Segelgruppe gemeldet hatte Malte Jauer, der allerdings privat über seinen Heimatverein startete. Neben zahlreichen Meldungen auf Opti, Cadet, OK-Jolle, Laser und 420er hatten insgesamt 17 Teams in der Piratenklasse gemeldet.

 

Mit dem Auto und unserem Vorzeigepiraten „Luise“ im Schlepptau machten wir uns auf den Weg an den fernen Schwielochsee – im tiefsten Brandenburg, über 5h Fahrzeit ab Braunschweig. Nach unzähligen Alleen und in tiefer Dunkelheit endlich angekommen wurden wir gleich gut empfangen: Schon beim Aufbau von Boot und Zelt reichte man uns das erste Bier. Noch bis spät in die Nacht war es dann ein fröhlicher erster Abend in bunter Runde; waren wir uns doch alle einig, dass nach aktueller Wettervorhersage für den nächsten Tag eine frühe Wettfahrt nahezu ausgeschlossen war.

Und so kam es dann auch: Der Samstag brachte in Spitzen sagenhafte 2kn Wind bei 35 Grad im Schatten. So war es nur richtig, dass die Wettfahrtleitung nach endlosem Warten und Schwitzen um 16:00 Uhr endlich AP-Alpha zog und somit nach null Läufen den ersten Tag beendete. Der See rief zur Abkühlung vor dem Abendessen. Gespräche über Trimm und Tonnenmanöver des zurückliegenden Tages blieben an diesem Abend auf der großen Party dann mit Sicherheit aus.

Am Sonntag war Rasmus uns dann besser gesonnen: 6-9kn, die erste Wettfahrt war für 10:00 Uhr

Wind am Sonntag? Schon viel besser!
Wind am Sonntag? Schon viel besser!

angesetzt. Noch die Müdigkeit der letzten Nacht in den Knochen, ging es also früh im Schlepp raus auf die Bahn. Dort angekommen dauerte es nicht lange und die ersten Wettfahrten begannen. Ausgelegt war ein Dreieck mit abschließender Zielkreuz. Zunächst starteten alle anderen Klassen jeweils um 5 Minuten zeitversetzt, sodass wir uns schon anschauen konnten, was ging und was nicht. Dann ging es endlich auch für uns als 7. Fleet auf die Bahn.

Die 1. Wettfahrt lief jedoch sehr bescheiden. Nach einem schlechten Start hatten wir zunächst die rechte Seite ausgewählt. Das erwies sich aber schnell als Fehler, sodass wir erst als 14. um die Luvtonne gingen. Die Hoffnung kehrte dann auf dem Spigang kurz zurück, wurde aber direkt auf der Zielkreuz begraben, als wir unverhofft in ein Windloch segelten. Trauriges Ergebnis der 1. Wettfahrt: 17. und damit letzter. Einzig positiv: Höhe und Speed sahen akzeptabel aus, Mastfall und Riggspannung schienen also gut gewählt zu sein.

Die 2. Wettfahrt wurde nicht besser. Zwar wurde es auf der Zielkreuz fast noch spannend, doch blieb am Ende ein ebenfalls enttäuschender 16. Platz.

Doch dann kam die 3. Wettfahrt, und die sollte alles verändern. Der Start war zwar sehr defensiv, doch schon weit besser, als die vorherigen. Für uns hieß es jetzt aber „alles oder nichts“: als eines von drei Booten wählten wir in guter Vorahnung die rechte Seite. Und der erhoffte Dreher ließ nicht lange auf sich warten. Das Ergebnis: 5. Boot an der Luvtonne. Ein schlecht abgewehrter Angriff vor der Halsmarke und ein wenig stabiler Spi taten dann das ihre und kosteten uns wertvolle Plätze. Am Ende bedeutete das für uns Platz 10 in der 3. und damit letzten Wettfahrt des Tages, und damit eine gute Mittelfeldplatzierung zum Abschluss.

tolles Gefühl: schon vor diesem Pulk an der Tonne
tolles Gefühl: schon vor diesem Pulk an der Tonne

Drei Wettfahrten waren genug für eine Wertung, aber zu wenig für einen Streicher. Schade, wer weiß, was sich in den folgenden Wettfahrten getan hätte – wir jedenfalls waren zurück im Rennen. 😉
Auch wenn nicht viel gesegelt wurde, können wir zurückblicken auf ein tolles Wochenende mit viel Spaß und exzellenter Organisation der Verantwortlichen. Die Schwielochseepokalregatta ist definitiv auch im nächsten Jahr wieder eine sehr, sehr lange Reise wert.

Segelnummer: 4334 (Pirat)
Crew: Malte Fiedler/Friedemann Laue

Ergebnisse

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